ECO CHANGEMAKER: 25 FRAGEN AN RECUP GRÜNDER FLORIAN PACHALY

Florian und sein RECUP Team machen Coffee-To-Go nachhaltig

“Handeln, wie man es von Homo Sapiens erwarten sollte. Zunkunftsfähig, achtsam und bewusst.”

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In unserer Reihe “Eco Changemaker” stellen wir Euch Persönlichkeiten vor, die im nachhaltigen Bereich für Veränderung sorgen – mit Stil. Wenn man so viel Zeit in der Branche verbringt wie wir und unsere Kollegen und Kolleginnen, weiß man, Nachhaltigkeit kennt keine Grenzen, im Gegenteil: Es gilt in allen Bereichen anzusetzen. Und aus dem Grund geht es in diesem Beitrag mal nicht um die Modebranche sondern um Gastronomie!Das Team von RECUP setzt sich für nachhaltigen und müllfreien Kaffeekonsum ein. Wir lieben Kaffee, aber Coffee-To-Go im Pappbecher? Wir müssen nicht sagen, wie umweltschädlich die Papierherstellung ist. Es klingt unvorstellbar, aber die Zahl der stündlichen Coffe-To-Go Becher allein in Deutschland beläuft sich aktuell auf 320.000 Stück. Man betone nochmal, dies gilt pro Stunde. Im Jahr sind das insgesamt ca. 2,8 Milliarden Einwegbecher.

Florian Pachaly und sein Team haben ein Pfandsystem entwickelt, was es möglich macht, komplett auf Einwegbecher zu verzichten. Stattdessen bekommt man im Café den RECUP Becher – gegen 1€ Pfand. Um den Becher wieder zurück zu geben, muss man nicht zwangsläufig zurück zu dem Café, aus dem man den Kaffee geholt hat. Inzwischen machen eine große Zahl Cafés bei dem System mit und man kann den benutzten leeren Becher einfach in einem anderen Café aus dem RECUP Netzwerk abgeben. Super easy und super müllfrei! Seit ein paar Wochen läuft das RECUP System auch hier in Hamburg. Hier haben wir Florian, dem Gründer von RECUP 25 Fragen gestellt, los geht’s!

 

  1. Name: Florian Pachaly
  2. Alter: 22
  3. Wo kommst Du her? Rosenheim, südlich von München
  4. Deine Idee in 4 Worten? Deutschlandweites Pfandsystem für Coffee-to-go-Mehrwegbecher (mit Bindestrichen zählt das oder? :D)
  5. Was ist Deine größte Herausforderung im beruflichen Alltag? Schnelles Wachstum deutschlandweit, um ein einheitliches System zu etablieren und dabei gleichzeitig intern Strukturen zu schaffen, die das auch tragen.
  6. Wer unterstützt Dich bei Deiner Arbeit besonders? Wir kooperieren sehr viel mit Städten (Abfallwirtschaft, City Marketing, Wirtschaftsförderung, …) und erreichen dadurch eine hohe Sichtbarkeit. Gerade zum Beispiel mit der Stadt Hamburg gemeinsam mit Umweltsenator Kerstan.
  7. Was sollte jeder Kaffeeliebhaber zuhause haben? Den Coffee Guide vom Crema Magazin, damit er weiß, wo es die besten Cafés gibt! Keinen RECUP, den sollte man zurückbringen 😉
  8. Das hättest Du gern vor der Gründung gewusst: It’s not easy
  9. Was würdest Du Deinem 16-jährigen Ich raten? Keinen Stress mit der Zukunfsplanung machen, es kommt sowieso anders. Aber trotzdem überlegen, was einen JETZT stark interessiert und in diese Richtung gehen.
  10. Worauf würdest Du im Berufsleben gerne verzichten? Papier in der Buchhaltung ist gerade noch eine große Baustelle.
  11. Hund oder Katze? Hund
  12. Sekt oder Selters? Sekt. Man muss sich auch ab und zu mal feiern.
  13. Welche Serie/Buch ist gerade Gesprächsthema im Büro? Die „Ökoroutine“ von Dr. Kopatz aus dem Wuppertal Institut. Er hat sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie man es schafft, dass Menschen nicht nur sagen, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtg ist, sondern dann auch so handeln.
  14. Welchen Tipp gibst Du anderen Gründer/innen mit auf den Weg? Talk,Talk, Talk. Jedes Gespräch über die eigene Idee birgt die Chance, konstruktives Feedback oder weitere wichtige Kontakte zu erhalten. Die (typisch deutsche) Angst, jmd. könnte meine Idee klauen, wird dadurch relativiert: Denn mit jedem Gespräch reift die Idee weiter und sichert Dir einen Vorsprung.
  15. Digitaler Kalender oder Oldschool Kalender? Gerade teste ich „Ein guter Plan“ von Milena Glimbowski. Darin sind gute Achtsamkeitsimpulse und Selbstorganisationsstrategien drin, die mein digitaler Kalender nicht enthält.
  16. Wo würdest Du arbeiten, wenn nicht für Dein Start-Up? Nach meinem Studium war alles offen und ich wollte eigentlich Reisen dann kam RECUP dazwischen. 😉 Deswegen kann ich nicht sagen, was ich stattdessen machen würde, das erfüllt mich.
  17. Nachhaltigkeit ist: Handeln, wie man es von Homo Sapiens erwarten sollte. Zunkunftsfähig, achtsam und bewusst.
  18. Was hast Du bei der Gründung unterschätzt? /
  19. Ein Online Magazine/Blog, den Du regelmäßig lest: Kein Magazin, aber online: den Newsletter von Utopia
  20. Wann hast Du das letzte Mal 24 Stunden lang nicht Deine E-Mails gecheckt? Am letzten Wochenende. Wochenenden sind für uns die heilige freie Zeit, die uns hilft, unter der Woche vollgas zu geben.
  21. Hast Du ein Spirit Animal? Nein, aber eine Farbe! #mintlove
  22. Euer wichtigster Marketing-Kanal? Der wichtigste Kanal sind die Cafés, die bei uns mitmachen. Wenn sie RECUP aktiv anbieten, haben wir viel gewonnen. Zusätzlich bespielen wir aktiv Facebook und Instagram, die klassischen Werbemittel sind einfach auf Dauer zu teuer für uns.
  23. Du suchst beruflich gerade nach … nichts
  24. Was wissen die wenigsten von Dir? /
  25. Welche Frage hätten wir Dir noch stellen sollen? What’s next?

 

Vielen Dank Florian und lieben Dank auch an das ganze Team von RECUP!

Interview und Text von Sinah.